Tipps für Haus und Wohnung

Rauchmelder-Videos
Wie Herr Riecher lernte, Rauchmelder zu lieben LINK
Von Drachen und Rauchmeldern LINK

Rauchmelder-Informationen
Deutsch     Türkisch     Englisch     Französisch     Polnisch      Griechisch     Russisch     Spanisch

Kaminbrand: Flammen aus dem Schornstein
Oft während der kalten Jahreszeit wird die Feuerwehr zu Kaminbränden gerufen. Dann sind meistens im Kamin Rußablagerungen in Brand geraten. Diese Ablagerungen entstehen oft durch die Verwendung von ungeeigneten Brennstoffen. Ein Brand breitet sich sehr schnell im Schornsteininnern aus. Temperaturen bis zu 1.400 Grad herrschen dann im Kamin.

Folgende Punkte sollten Sie bei einem Kaminbrand beachten:
  • Ruhe bewahren!
  • Feuerwehr über die Notrufnummer 112 verständigen!
  • Die Feuerstätte außer Betrieb setzen. Dazu alle Türen der Feuerstätte und die Verbrennungsluftzuführung dicht verschließen!
  • Falls noch weitere Feuerstätten an diesem Schornstein angeschlossen sind, die Rauchrohre dieser Feuerstätten entfernen und die Anschlussöffnungen dicht verschließen.
  • Brennbare Gegenstände im Bereich des gesamten Schornsteines entfernen.
  • Alle Schornsteinverschlüsse für die Feuerwehr zugänglich machen.
  • Schornstein im gesamten Gebäude (von Keller bis zum Dachboden) beobachten.
  • In keinem Fall versuchen, den Rußbrand mit Wasser zu löschen! Schlagartig wandelt sich wegen den hohen Temperaturen ein Liter Wasser in 1.700 Liter Wasserdampf! Der Schornstein wird dann durch die Volumenzunahme und dem daraus resultierenden Druckanstieg zerstört.
So können Sie Kaminbrände vermeiden:
Möglichst nur Harthölzer, beispielsweise Buche oder Eiche, verwenden.
Holz vorm Verbrennen mindestens zwei Jahre lufttrocknend lagern!
Regelmäßige und rechtzeitige Kaminreinigung durch den Schornsteinfeger.

Was tun bei einem Fettbrand?
Sehr schnell kann es zu einem Brand von überhitztem Fett in einer Friteuse kommen. Sei es durch ein defektes Gerät, die Wahl der falschen Temperatur oder auch ein längeres Telefonat. Löschversuche mit Wasser führen nicht nur zu verheerenden Verletzungen, sondern auch zur Brandausdehnung durch eine Fettexplosion. Zu einer so genannten Fettexplosion kommt es immer dann, wenn Wasser in einen Behälter mit auf über 100 °C (Siedepunkt Wasser) erwärmtes Fett gegossen oder gespritzt wird. Hierbei verdampft es in dem heißen Fett schlagartig, wobei aus 1 Liter Wasser ca. 1700 Liter Wasserdampf entstehen. Diese gewaltige Volumenvergrößerung führt dazu, dass die heiße Flüssigkeit aus dem Behälter herausgeschleudert wird, wobei es meist zu einer feinen, tröpfchenförmigen Verteilung kommt. Wenn das Wasser in bereits brennende Fette oder Öle gespritzt wird, kommt es zu einem schlagartigen Abbrennen der herausgeschleuderten Flüssigkeitströpfchen.

Somit dürfen Fettbrände niemals mit Wasser gelöscht werden. Ersticken Sie die Flammen mit einer Löschdecke, einem großen Deckel oder aber verwenden Sie einen entsprechenden Feuerlöscher.

SAT1-Video (Akte 2011) LINK

Hausnummern: Wir wollen Sie finden!

Schlecht sichtbare oder gar nicht vorhandene Hausnummern sowie zugewachsene Straßenschilder stellen Feuerwehr und Rettungsdienst regelmäßig vor Herausforderungen. Im Wettlauf um Leben und Tod können bei der Suche nach der richtigen Adresse oftmals wertvolle Minuten vergehen.

Tagtäglich erleben Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst bundesweit das gleiche Spiel: Zeit geht verloren, weil die Suche nach der gemeldeten Adresse schon fast der berüchtigten Suche nach der „Nadel im Heuhaufen“ gleichkommt. Hausnummern werden zunehmend nach ästhetischen, und immer seltener nach praktischen Gesichtspunkten angebracht.

Damit die Retter im Wettlauf um Leben und Tod gewinnen können, hier einige wichtige Tipps:

  • Sorgen Sie dafür, dass die Hausnummer vorschriftsmäßig am Wohnhaus oder einer anderen geeigneten Stelle angebracht ist.
  • Bringen Sie Hausnummern so an, dass sie von öffentlichen Verkehrsflächen aus gut lesbar sind.
  • Sorgen Sie für eine gute Beleuchtung der Hausnummer.
  • Verzichten Sie in eigenem Interesse auf übertrieben künstlerisch gestaltete Schilder und wählen Sie stattdessen große, gut lesbare Ziffern.
  • Befindet sich ein Gebäude nicht direkt an einer öffentlichen Verkehrsfläche, so sollten Sie dies mit einem Hinweisschild an der öffentlichen Verkehrsfläche kennzeichnen.
  • Liegt der Hauseingang seitlich oder auf der Rückseite des Gebäudes, ein extra Hinweisschild auf der Vorderseite des Hauses anbringen.
  • Sorgen Sie dafür, dass Hausnummern nicht von Pflanzen „überwuchert“ werden. Falls Büsche oder Bäume die Hausnummer verdecken, die Pflanzen entweder zurückschneiden oder ein zweites Schild gut lesbar auf einem Pfosten befestigen.
  • Informieren Sie die Gemeinde Echzell über unleserliche oder abhanden gekommene Straßenschilder.

Nehmen Sie Mängel an Haus- und Straßenschildern nicht auf „die leichte Schulter“. Stellen Sie im Falle eines Falles einen Einweiser für die Rettungskräfte bereit.

Übrigens: Eine deutliche Beschilderung nützt nicht nur der Feuerwehr und dem Rettungsdienst. Auch bei Dunkelheit soll die bestellte Pizza pünktlich und heiß bei Ihnen eintreffen. Oder ?


Dokumente: Ihre Identität sicher verwahrt

Der Fall der Fälle tritt ein: Haben Sie in diesem Moment Ihre persönlichen Dokumente, Policen und Belege griffbereit ? Wahrscheinlich nicht. Machen Sie sich besser jetzt Gedanken darüber:

Beispiele wichtiger Dokumente:

  • Stammbuch und Familienurkunden (Geburts-, Heirats-, Sterbeurkunden)
  • Renten-, Pensions- und Einkommensbescheinigungen
  • Sparbücher, Aktien, Fahrzeugbrief
  • Versicherungspolicen
  • Zahlungsbelege für Versicherungsprämien, insbesondere Rentenversicherung
  • Zeugnisse
  • Verträge
  • Grundbuchauszüge
  • Testament   

Sind diese und weitere wichtige Papiere verloren gegangen ist ihre Wiederbeschaffung unter Umständen schwierig oder sogar unmöglich. Jedem Familienmitglied sollte der Aufbewahrungsort der Unterlagen bekannt sein, damit diese bei einem Brand oder anderen Notfall sofort greifbar sind und nicht erst zeitraubend gesucht werden müssen. Ein Bankschließfach kostet auch nicht die Welt.

Mit Hilfe einer sogenannten Dokumentenmappe kann jeder Haushalt seine wichtigen Papiere zusammenstellen. In diese Mappe gehören die Kopien der Dokumente. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass manche Kopien nur beglaubigt anerkannt werden. Die Duplikate ihrer wichtigen Dokumente können sie auch bei Freunden, Verwandten, Anwälte oder Banken hinterlegen.

Informationen zu diesem und anderen Themen rund um die Notfallvorsorge finden sie auf der Internetseite vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe unter www.bbk.bund.de


Hydranten: Lebenswichtig für uns alle

In 90 Prozent aller Fälle löscht die Feuerwehr Brände mit Wasser. Das Löschwasser wird in der Regel an Zapfstellen im Straßenbereich entnommen, die als Über- oder Unterflurhydranten bezeichnet werden. Im Gemeindegebiet von Echzell werden überwiegend Unterflurhydranten für die Löschwasserversorgung verwendet. Den Städten und Gemeinden obliegt die Verpflichtung, Löschwasser in ausreichendem Umfang vorzuhalten. Den Bürger trifft aber die Verpflichtung Hydranten freizuhalten, damit die Feuerwehr nicht «auf dem Schlauch» steht.

Deshalb gilt im Allgemeinen:

Befinden sich Hydranten auf Gehwegen und Parkflächen, sind Hydrantendeckel- und Verschlüsse per Gesetz von Kraftfahrzeugen freizuhalten. Hydranten auf Grundstücken oder dazugehörenden Gehwegen sind jederzeit zugänglich und im Winter von Schnee und Eis befreit zu halten.

Beachten Sie:

Fahrzeuge, die auf Hydranten stehen, bedeuten ein Hindernis für die Einsatzkräfte der Feuerwehr. Wertvolle Minuten vergehen, wenn zunächst die Fahrzeugbesitzer gesucht werden müssen, damit diese die Wasserentnahmestelle frei machen. Denn: Der Wasservorrat eines Löschfahrzeuges ist in wenigen Minuten verbraucht.

Hinweisschilder:

Die Hinweisschilder von Hydranten sind leicht zu erkennen. Es sind weiße, rechteckige Schilder mit Maßen von 250 x 200 mm und einem 20 mm breiten roten Rand. Die schwarzen Zahlen auf dem Schild geben die Lage des Hydranten in Meter-Entfernung nach vorwärts, links oder rechts an.

Löschwasserzisterne an der Kirche in Gettenau:

Im Jahre 1962 wurde vor dem Eingang zur Gettenauer Kirche eine Löschwasserzisterne (rot markiert) mit einem Volumen von 150 Kubikmetern (150.000 l) gebaut. Zugang zu diesem Löschwasservorrat erhalten wir durch den vermeintlichen "Gullydeckel" auf der Platte. Bitte parken Sie auf keinen Fall vor der Zisterne (gelb schraffiert). Es könnten im Notfall Menschenleben davon abhängen !